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(3) Essen mit Hirn – der Bauch steht Kopf?

Hallo zusammen. Weiter geht´s…

Bevor wir uns weiteren Lebensmitteln zuwenden, schauen wir uns nochmal genauer an, wie denn eigentlich allgemein das Thema Ernährung und Gehirn zusammenhängt…

Kopf und Bauch sind stetig miteinander verbunden und kommunizieren mithilfe von Signale. Dabei ist der Darm viel mehr als nur ein Untertan des Gehirns. Neben Gehirn und Rückenmark ist er das dritte wichtige Nervensystem in unserem Körper – das enterische Nervensystem. In der Darmwand befinden sich über 100 Millionen Nervenzellen, also mehr als im Rückenmark. Zudem ähnelt es dem Gehirn bzgl. Zelltypen, Rezeptoren und Neurotransmittern. Z.B. wird ein Teil des Botenstoffs Serotonin (im Gehirn beteiligt an der Regulation der Stimmung) im Darm zur Bewegung des Verdauungsorgans gebraucht.

Über das autonome Nervensystem kommunizieren Gehirn und Darm fortlaufend, vor allem über den sogenannten Vagusnerv.

Da Nahrung für den Menschen überlebenswichtig ist, macht es auch Sinn, dass der Darm das Gehirn über seinen Zustand auf dem Laufenden hält und im Zweifelsfall Alarm schlägt, wenn etwas nicht stimmt. Haben wir beispielsweise Hunger, kann dies ganz schnell auch auf die Stimmung schlagen – für das Gehirn ein Signal, etwas zu ändern. Da macht doch der Spruch „satt und zufrieden“ so richtig Sinn, oder?

Auch in weiteren Redensarten wird erkennbar, dass die Menschen die enge Verbindung zwischen Kopf und Bauch schon immer ahnten: „Das ist mir auf den Magen geschlagen“, „Das bereitet mir Bauchschmerzen“, „Das muss ich erst mal verdauen“ – und dann sind da ja noch die Verliebten, die von „Schmetterlingen im Bauch“ sprechen ;o).

Gut. 100% ist sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig. Die einen sprechen vom ´Darm als zweites Gehirn`, die anderen sind davon überzeugt, dass ´alles über das Gehirn läuft` und somit auch der Darm vom Gehirn gesteuert wird. Für die Twitterer unter uns: HashtagAllesisteineSachedesKopfes

Es bleibt weiter spannend und zu erforschen…

Fakt ist… die Nahrungsaufnahme hat Auswirkungen auf das Gehirn… Die richtige Ernährung kann in großem Maße dazu beitragen, dass der Stoffwechsel im Gehirn gut funktioniert. Ein alter aber ernst zu nehmender Tipp: TRINKEN, TRINKEN, TRINKEN (und ich meine nicht den Alkohol!). Die Flüssigkeit hilft den gesamten Körper mit Sauerstoff zu versorgen und gut zu durchbluten.

Dazu demnächst wieder mehr an dieser Stelle, wenn wir diesbezüglich weitere Lebensmittel unter die Lupe nehmen.

Bis dahin, herzlichst, Ihre Alice Rosslenbroich

Interessante Beiträge hierzu:

Der Bauch, unser zweites Gehirn

Interaktion zwischen Gehirn und Darm

Und noch ein süßer Beitrag zum Lachen vom Science Slam Berlin…

Giulia Enders – Darm mit Charme

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