(1) Essen mit Hirn? – Oder: dumm wie Brot?

Wie angekündigt… heute geht es um unsere Ernährung…

Wir wissen, dass unser Gehirn – obwohl es nur ca. 2% unseres Körpergewichtes (ca. 1,2-1,4 kg) ausmacht – mit 20-25% DER Energie-Verbraucher unseres Körpers ist. Darum müssen wir ihm auch Energie bereitstellen.

Doch macht es allein für das Gehirn einen Unterschied, welche Nahrung ich zu mir nehme?  Es gibt viele  als „gesund“ propagierte Ernährungskonzepte, ja sogar mittlerweile  Ernähungs-„Weltanschauungen“ Mediterran – Low Fat – Glutenfrei – Vegan – Low Carb – Vegetarisch – Metabolic Balance – und wie sie da alle heißen. Mittlerweile hat ja schon jedes Fitnessstudio sein eigenes Konzept.

Aber picken wir uns doch einfach mal ein paar Lebensmittel heraus und schauen, was durch sie im Gehirn passiert. Nehmen wir heute das Grundnahrungsmittel Nummer 1: Getreide

Kennen Sie den Spruch „dumm wie Brot“? Der ist verdammt alt und kommt nicht von ungefähr.

Hauptbestandteil von Brot: Getreide. Alle Getreide enthalten Gluten, das sogenannte Klebeeiweiß. Es ist schwer zu verdauen. Und es bleiben zumeist unvollständig verdaute Gluten-Bruchstücke zurück und kleben sich an die Darmwände. Teilweise können sie sogar die Schleimhaut passieren und gelangen von da aus in die Blutbahn.

Kein Wunder, dass ersteres bei sehr vielen Menschen zu körperlichen Beschwerden führt – bis hin zur Zöliakie!

Wir sind von der Evolutionsgeschichte her auch eigentlich gar nicht dafür gemacht, Getreide zu essen. Aber wie das so ist mit der Menschheit.. Getreide… klebt gut zu Brot, Brot stopft viele Mäuler und ist billig in Massen herzustellen. $$$€€€

Zurück aber zum Gehirn…

Diese sogenannten Gluten-Peptide können nun – in die Blutbahn gelangt – wie körpereigene Botenstoffe (Endorphine) wirken, die eigentlich im Gehirn spezielle und wichtige Funktionen haben. So sind sie beispielsweise am Glücks- oder auch am Schmerzempfinden und an der Steuerung des Hungergefühls beteiligt. Man nennt sie auch opioide Peptide – diese benebeln unseren Geist nämlich.

Bei empfindlichen Menschen kann sogar das Gleichgewicht von Hormonen und anderen Botenstoffen immens gestört werden.

Als Folge können verschiedene psychische Probleme entstehen, das geht von Depressionen über Autismus bis hin zu Schizophrenie.

OHA – wer hätte das gedacht? Vielleicht demnächst doch lieber auf die „Stulle mit Brot“ mal oder sogar ganz verzichten?

Also lassen Sie sich auch bitte nicht von namenhaften Zeitungen in die Irre leiten, die immer mal wieder damit warben und werben werden: ´Brot sei gesünder als gedacht`. $$$€€€

Und im Übrigen.. Gluten ist nicht nur in Weizen enthalten, sondern auch in Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern und Dinkel.

Sie wollen nicht auf Brot verzichten? Ich auch nicht. Aber es gibt Alternativen zur Herstellung von Brot, denn diese Lebensmittel sind frei von Gluten:

  • Amarant
  • Buchweizen
  • Guakernmehl
  • Hirse
  • Johannisbrotkernmehl
  • Kartoffeln
  • Mais
  • Quinoa
  • Reis
  • Soja
  • Tapioka
  • Teff

So, das reicht erstmal zum Verarbeiten… Freuen Sie sich auf den nächsten Beitrag zu `Essen mit Hirn` – da nehmen wir ein anderes Lebensmittel unter die Lupe…