(3) Weg vom Stress – mit Hirn zur Balance…

So, es wird Zeit für Tipp 3:

Vermehren Sie Ihre Oxytocin Produktion

Wir alle kennen dieses Hormon als „Klebemittel“, das Vertrauen und soziale Interaktionen unterstützt und begünstigt und daher auch gern „Kuschelhormon“ genannt wird.

Sie können durch die Erhöhung von Oxytocin aber sogar Ihre Physiologie verändern und ganz nebenbei noch Ihre chemische Stress-Reaktion reduzieren. Und dies können Sie in weniger als zwei Minuten tun.

Auch wenn es sich komisch anhört… Wenn Sie sich beispielsweise selbst umarmen, erhöht sich sofort und auf natürlich Weise die Ausschüttung von Oxytocin.

Versuchen Sie doch auch diese Möglichkeiten:

– Tauschen Sie Zärtlichkeit aus

– Intensivieren Sie Ihren Hautkontakt (Streicheln und Massagen)

– Zeigen Sie Mitgefühl

– Lachen Sie

– Machen Sie einen Spaziergang

– Hören Sie beruhigende Musik

Bei all diesen Aktionen wird vermehrt Oxytocin freigesetzt. Je mehr, desto besser ;@) – probieren Sie es aus und schauen, wodurch Sie sich gut fühlen…

Tipp 4 folgt…

(2) Weg vom Stress – mit Hirn zur Balance…

Den ersten Teil haben Sie schon ausprobiert? Die Amygdala ist jetzt positiver gestimmt? Sehr schön, dann können wir weiter machen…

Besonders wenn wir in Stress sind, drehen sich unserer Gedanken manchmal um Dinge, für die wir nun wirklich nicht auch noch  gerade Zeit haben.

Kennen Sie vielleicht Gedanken wie

„Herrje, ich hab immer das Gefühl, ich mache meine Arbeit nicht gut genug.“  Oder aber auch

„Ich kann mich nicht entscheiden, ich weiss nicht, ob ich schon alles durchdacht habe.“

Oder begegnen Ihnen immer wieder Gedanken wie: „Mist, ich weiss nicht, ob ich das Bügeleisen ausgemacht habe.“

Hier also Tipp 2:

Reduzieren Sie Ihr „Schleifen-Denken“

Das Denken in Schleifen tritt auf, wenn das Gehirn in einer Wiederholung von Ereignissen blockiert. Normalerweise haben Sie die Möglichkeit, von einem auf ein anderes Thema über zu gehen. Bei hohem Stress jedoch werden niedrigere Hirnregionen durch einen instinktiven Überlebensmodus angetrieben, der die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu lenken, überlagern kann.

Als ein Ergebnis kann sich Ihr Geist sozusagen in einer Endlosschleife aufhängen.

Vielleicht probieren Sie mal diese beiden Schritte, um sich aus einer Denk-Schleife zu befreien:

Schritt 1:  Beobachten Sie Ihr Verhalten, identifizieren Sie die Schleife bzw. das Muster und benennen Sie sie/es als eine Endlosschleife – z.B.: „Mein Gehirn reagiert bei folgender Situation … mit einer Endlosschleife.“

Schritt 2: Legen Sie Ihren Fokus auf eine Tätigkeit oder Aufgabe, die Ihnen angenehm ist oder ein Thema, bei dem Sie eine positive Erfahrung gemacht haben (idealerweise durchdenken Sie dieses Thema ca. 30 Minuten).

Das hört sich jetzt lang an… ist es für die meisten auch, aber… es könnte sich lohnen.

Viel Erfolg und seien Sie gespannt auf den nächsten Tipp.